christchurch – ashley gorge

so, in der kueche des heutigen campings hat es eine internetstation – 2 dollars fuer 20 minuten, das heisst, schnell schreiben. gestern ging es also los, zuerst zu einem laden namens mapworld in christchurch downtown. er liegt an einer strasse, die in jede richtung vier spuren hat und von autohaeusern und outlets gesaeumt ist. ich erstehe zwei karten, die jeweils hinten und vorne teile der suedinsel abbilden. massstab 1:500 000.

dann geht es so richtig los. der google routenplaner fuehrt mich durch strassen mit abgehalfterten takeawaylaeden und privathaeusern, durch ruhige seitenstrassen, dann ein park und die stadt ist zu ende. einige ueberlandstrassen, dann bin ich auf der marshland road. die einzige ausfahrt aus christchurch nach norden und eine recht muehsame strasse. nicht sehr viel verkehr, aber zuviel und teilweise lastwagen. der shoulder ist ein meter breit, ich fahre ganz aussen. die marshland road fuehrt ueber den fluss. vor der kurve auf die bruecke ueberfluessigerweise noch eine werksausfahrt mit entsprechendem gefaehrt. ich fahre trotzdem und in der kurve sehe ich ein schild: extreme care cyclists merging. also ist man sogar offiziell der meinung, dass man hier fahren koennen sollte. danach sitze ich am fluss, geniesse das gefuehl, die fahrt aus der stadt hinter mir zu haben und esse die reste meiner ciabatta. ein mann faehrt mit dem truck seine hunde im flussbett spazieren. der fluss ist naemlich ziemlich klein im moment und das flussbett gross.

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die strasse, die ich fahren will, ist wegen hochwasser-bauarbeiten geschlossen. ich suche eine andere strasse, lande aber zweimal auf gravel roads, die ich kaum fahren kann. ich finde eine strasse, kilometerlang geht es geradeaus. immer wieder gravel. die luft riecht aromatisch, nach aetherischen oelen, eukalyptusbaeume. aber auch etwas staubig, stickig. es ist heiss. laut meinem velopc 28 grad. telefonmasten und hecken entlang der strasse, gleich hoch, birken, pappeln oder thuja, teilweise grob zurechtgefraest. pferdeweiden, kaelberweiden, ein schaftransporter, ein hund faehrt auf der ladeflaeche eines pickups mit, hoch oben trillert eine lerche, noch flugunfaehige braune voegel huepfen auf der strasse. es windet immer etwas, die bauern haben zur arbeit pullover an. frisch geschnittenes gras, einer kreislert. immer wieder grosse bewaesserungsanlagen, alpakaweiden.

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gravel ist muehsam, vor allem mit dem schweren velo. die strassen sind oft gegen den rand hin geneigt und dort kann man erst recht nicht fahren, weil das kies so hoch ist. es ist geistig und koerperlich anstrengend. bei verkehr, sei es von hinten oder von vorne, halte ich oft an, damit ich nicht in den randstreifen gedraengt werde. obwohl ich gut aufpasse, gibt es ab und zu unangenehme situationen mit rutschen und rasch reagieren (also nicht wenn verkehr ist). auf diesem gravel ist nix mit velopc-schauen, nase-kratzen oder in den rueckspiegel schauen. es ist wenig verkehr. fast die haelfte der heutigen strecke ist gravel, ich mag langsam nicht mehr. endlich, ashley gorge noch 4 km. zum glueck sehe ich auf dem velopc, wann dies ungefaehr der fall ist. nicht dass es stimmt. aber der camping kommt bald. noch ist er recht leer. aber die frau sagt, nach dem 26. dezember gehen 75% der kiwis campen. ab da sei es schwieriger, einen platz zu finden. sie glaube zwar, eine person finde immer etwas, aber trotzdem rate sie mir, am fruehen nachmittag jeweils bei einem camping zu halten und nicht zu denken, es komme bestimmt noch einer.

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