dunedin – waihola

ich hab so schlecht geschlafen. immer hin- und hergedreht. am morgen ist es recht frisch. ich trage zuversichtlich sonnencreme auf die arme auf. allerdings heute vergebens.
in dunedin suche ich mir einen weg an den hafen. es zieht ziemlich und bleibt frisch. auf einer autoüberführung ist es nicht so angenehm, da ich etwas instabil bin bei dem wind. heute ist ein toller flugtag für die albatrosse! auf meinem neuseeländischen handy suche ich mir mit google maps einen weg. ich scheine steile strassen anzuziehen! erstmal auf über 200m, dann finde ich auch die southern scenic route, der ich dem meer entlang folgen will. es windet. der wind zerrt an meinem velo, an mir, macht mir kalte füsse, pfeift mir in die ohren. aber fahren geht recht gut. zwischen der strasse und dem strand ist ein vegetationsgürtel, der mich vor dem schlimmsten bewahrt. hie und da kann ich nämlich einen blick auf das schaumkronenbesetzte meer werfen und werde dann von böenartigen winden in die strassenmitte getrieben. irgendwann montiere ich die mütze. die windstopper halten, was sie versprechen. es scheint ewig zu dauern. aber es gurkt mich nicht an. wie das velo schieben ist es part of the game, teil des ziels, mit dem surly weiterzukommen.

strasse am meer

strasse am meer

es hat wenig verkehr und ab und zu kommt die sonne. der velopc wird zum motivator. vorwärts vorwärts.
endlich in taieri mouth und es gibt keinen kaffee. ich beschliesse, dass milton bei dem wind zu anstrengend ist und will also nach waihola. das sind 12 km ins landesinnere. und 570 hm!
ich hintersinne mich einige male. es geht hoch und dann flach oder leicht runter. wieder hoch. wieder ein absatz. wieder hoch. und wieder. der wind ist viel schwächer. es scheint kein ende zu nehmen. so was vertrage ich nach einer guten nacht schon deutlich besser. bis ich auf den gut 400m oben bin, mache ich zwischen 500 und 600 hm. ich habe schon längst vom kilometer- zum höhenmeterzähler umgeschaltet. irgendwann merke ich, dass ich auf dem hügelzug angelangt bin. weit unten sehe ich die waihola lakes.
es folgt eine schöne abfahrt, wie die strasse hoch mit absätzen. dadurch kann man beim bremsen besser entlasten. im kleinen shop an der kreuzung in waihola gibts erstmal kaffee.

lake waihola

lake waihola

der camping ist deutlich der schitterste, auf dem ich bisher war. recht wenig los, auch wenn nach weihnachten 600 leute dagewesen sein sollen. viele wohnwagen sind abgeschlossen, weil die leute wieder arbeiten. das schild „clean amenities“ (damit meinen sie toiletten, duschen, waschmaschinen, küchen und aufenthaltsräume) ist recht heruntergekommen. in der dusche kann man sich kaum drehen und die tür geht gegen innen auf. als ich mich anziehe, schnüffelt plötzlich ein hund unter der tür durch an meinen zehen. in der küche lasse ich nach einem blick in den wasserkocher die idee fallen, mir einen tee zu machen. etwas heisswasser für in eine petflasche als bettflasche werde ich allerdings machen. es ist nämlich etwas über zehn grad und zieht wieder etwas.
ich schlage mein zelt in der nähe einer familie auf.
image

auf der suche nach einer spark-telefonkabine (dort habe ich 1gb wlan pro tag) treffe ich auf k, den japaner. er sucht auch ein plätzchen für die nacht. er war vier nächte in dunedin und hat freunde besucht und an der uni einen vortrag gehalten.

"k" der japaner, in waihola

„k“ der japaner, in waihola

 

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