curio bay – invercargill

gestern abend hab ich ungefähr 30min den ausblick auf das meer genossen. dann kam der regen. dann kam der wind. ich bin einmal raus zum nachspannen (in einer regenpause) und einmal zur kontrolle, ob die abspannung den wind verträgt. alles tiptop. aber geschlafen hab ich schlecht bei dem gerüttel am zelt.
beim zusammenräumen am morgen zuerst nur wind, dann – ich habe gerade das zelt abgebaut – kommt der regen zurück. also regenkleidung montieren. leider glaube ich nicht, dass der regen anhalten wird und ziehe erstmal keine gamaschen an.
die ersten 14 km sind gravel. es regnet, gravel und sand knirschen unter meinen reifen.

regen und schotter

regen und schotter

kaum verkehr. ich will im trockenen unter ein paar bäumen etwas essen, aber hinter den büschen gibts einen hundezwinger und die insassen können sich nicht wieder beruhigen. also weiter. dann endlich ist die strasse befestigt, es regnet immer noch.
in otara finde ich auf den stufen zum eingang der anglikanisch-presbyterianischen kombikirche unterschlupf. trockene socken und wanderschuhe montieren und etwas essen.

die treppenstufen der anglikanisch-presbyterianischen kirche bieten schutz vor dem regen

die treppenstufen der anglikanisch-presbyterianischen kirche bieten schutz vor dem regen

mit der zeit lässt der regen nach. in fortrose stoppe ich für kaffee und pie bei einer kunsthandwerksgalerie. essen muss ich den pie allerdings draussen. der mann erklärt mir bedauernd, sie seien als takeaway gelistet. wenn sie die leute drinnen bewirten wollen, müssen sie eine toilette bauen für 10’000 dollars. wind ersetzt den regen.
die strasse führt durch welliges farmland. es ist gesprenkelt (schafe, rinder, siloballen). zum teil gibts jetzt auch schwarznasen.
ab gorge road geht die strasse schnurgerade nach westen und wir haben westwind. es wird streng und ich hab mir vorgenommen, bis nach invercargill zu kommen. wind und regen kommen meist von vorne. ich schaue also auf den weissen strich, vorwärts, vorwärts. der kilometerzähler kriecht unerträglich langsam voran. ich stoppe bei der lignite pit für zwei cheese rolls und einen icetea. stellenweise komme ich an die grenzen meiner motivation. der wind kommt stark und stetig von vorne. ich finde das unnötig. und dann, plötzlich, fast unbemerkt ist er da: der 1000. kilometer. tausend!

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und irgendwann kommt das ortsschild von invercargill. dann dauerts allerdings noch einige kilometer und das stadtzentrum muss ich suchen. den ganzen tag habe ich mich motiviert mit dem gedanken an ein eigenes bad, ein bett und genug platz, um die kleider aufzuhängen. mich ausbreiten können, alle geräte aufladen, ohne angst, dass sie gestohlen werden.
ich checke in einem motel ein, mit platz für das surly vor meiner tür. zur feier des tages (1000 km, ein viertel der reise vorbei, invercargill erreicht) kaufe ich mir manuka-geräucherten lachs von hier. ich hätte gerne ein bier dazu, aber das gibts ja hier nur im liquorstore, den ich nicht finde. morgen gibts einen ruhetag, dann gehts weiter in richtung te anau und milford sound.

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