tuatepere – manapouri

anderthalb kilometer nach dem camping fliegt ein pfau aus dem busch. auf der gegenseite kommt ein auto, geht nicht mal vom gas. der pfau flattert, kann mit seiner langen schleppe kaum fliegen. er kommt davon, lässt aber eine lange feder zurück.
ich fahre gegen blaue berge, keine konturen sind zu sehen. rosa siloballen. es riecht nach gülle. weiter vorne sehe ich eine bewässerungsanlage mit eigenartig braunem wasser. das ist doch nicht…, denke ich, realisiere dann, dass doch und beeile mich, aus der abdrift rauszukommen. da bewässert jemand mit gülle. oder nutzt die bewässerungsanlage zum güllen.

das ist das erste jahr, in dem es rosa silofolie gibt; es wird vermutet, dass es eine brustkrebs-solidaritaetskampagne ist

das ist das erste jahr, in dem es rosa silofolie gibt; es wird vermutet, dass es eine brustkrebs-solidaritaetskampagne ist

guelle bewaessern oder mit der bewaesserungsanlage guellen - bis auf die strasse

guelle bewaessern oder mit der bewaesserungsanlage guellen – bis auf die strasse

wiesen mit vor noch nicht so langer zeit geschorenen schafen. die strukturen vom scheren im fell sind noch zu sehen. die haengebruecke in clifden, nur noch fuer fussgaengerInnen und velos, seit es die neue bruecke gibt.

auf der haengebruecke bei clifden

auf der haengebruecke bei clifden

der weg steigt kaum merklich an, es ist warm. volle holzlader kommen mir entgegen, leere überholen mich. ansonsten kaum verkehr. am strassenrand die übliche garnitur aus farn, flachs, kleinen palmen und sacheligen ginstergewächsen.

zwischen tuatepere und manapouri

zwischen tuatepere und manapouri

ich denke über die gespräche von gestern abend nach. das ältere paar aus kanada (vancouver island), das seit 1999 reist und zeitweise auch mit dem velo unterwegs war. das merkt man einfach, das sind andere leute. wir lachen viel. sie erzählt, wie sie sich manchmal „antsy“ (ob man das so schreibt? ants sind ameisen) fühle, wenn das velo im flieger sei oder nur schon wenn sie es mal stehenlasse, um etwas anzuschauen. und wie ich das kenne! es sind unterhaltsame leute, die gerne mit den unterschiedlichsten leuten plaudern.
anschliessend gehe ich auf ein bier ins restaurant, das zu der lodge gehört. trinke ein sehr dunkles bier aus der invercargill brewery. craig, der hier zuständig ist, erzählt mir allerlei über die brauerei. dass sie für verschiedene restaurants eigene biere braue. und dass ich gestern morgen am falschen ort war. ich hab zwar die brauerei gefunden, bin aber irgendwie beim seiteneingang gelandet.

die berge entwickeln beim näherkommen konturen und farben. es ist eine abwechslungsreiche landschaft. nach einem hügel komme ich in ein weiteres tal. teilweise sind nutzwälder angepflanzt. eine schule, zwar sommerferien. paradise shelduck enten auf einem feld, endemisch in neuseeland. ein traktor mit doppelbereifung fährt vorbei. gegenwind. wenn ich anhalte, scheint der wind gering, aber wenn ich fahre, ist er zermürbend. ich merke, wie die abgeklärte haltung bröckelt. der scheiss-wind nervt! ich merke, wie ich mir wie einem kind zurede, der wind will nichts böses, er hat nichts gegen dich persönlich, ausgleichende wassermassen bla bla. durch einen wald auf 577 m hoch stosse ich das velo teilweise. viel höher kanns nicht gehen, denke ich. und dann bin ich oben. zu meinen füssen breitet sich ein tal aus, weiden, buschlandschaften, wenige häuser. meine laune ist besser, aber wer weiss, was noch kommt.

paradise shelduck, weisse koepfe sind weibchen, die anderen maennchen und jungtiere

paradise shelduck, weisse koepfe sind weibchen, die anderen maennchen und jungtiere

auf der strasse zwischen tuatepere und manapouri

auf der strasse zwischen tuatepere und manapouri

auf der strasse zwischen tuatepere und manapouri

auf der strasse zwischen tuatepere und manapouri

auf der strasse zwischen tuatepere und manapouri

auf der strasse zwischen tuatepere und manapouri

es kommt vor allem noch strecke. gewellt geht es vorwärts. von hinten scheint regen zu komnen, vermag mich aber nicht einzuholen.

nutzwald mit schafen

nutzwald mit schafen

und irgendwann bin ich da. manapouri ist ein kleines dorf am gleichnamigen see. von dem sieht man nicht so viel, da es viel wald hat. ich zelte bei der possum lodge. direkt am see, aber waldgeschützt. ich kriege von einem etwas zittrigen alten mann (er hilft nur aus) einen platz wie auf einem feldweg zugewiesen, zwischen einer steinmauer und einem schuppen. ist vermutlich der einzige platz, von dem man den see sieht.

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ich mache einen kurzen spaziergang zum pearl harbour, damit ich weiss, wo morgen früh das schiff abfährt. dann in den tante-emma-laden, auch genannt dairy. gemüse gibts keines und auch sonst sehe ich eigentlich vor allem güetzi, chips und büchsenfutter. dazu fischereizubehör. und die butter- und aufschnittpackungen sind viel zu gross für mich. setze mich schliesslich mit einem ginger beer auf eine bank und betrachte see und berge, bis mich fröstelt.

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lake manapouri, vom feierabend-gingerbeer aus

lake manapouri, vom feierabend-gingerbeer aus

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