wanaka – makarora

schon als ich aufstehe ist klar, dass das wetter anders ist als gestern. wind. al versucht, mich aufzumuntern. nach dem frühstück etwas plaudern, dann fahren. der kilometer gravel zurück zur strasse ist echt übel. ich beschliesse, heute besonders gut auf mein knie aufzupassen und schiebe das velo.
die strasse ist gut, die anstiege angenehm, der verkehr mässig, die landschaft schön. und der wind ist stark. am lake hawea entlang, wieder einer dieser tiefblauen seen mit dem steil abfallenden bewaldeten ufer. ein truck mit einer hundemeute auf der ladefläche kommt mir entgegen. ich fahre in sehr kleinen gängen, schalte viel und fahre im durchschnitt 10 kmh. versuche, mich nicht aufzuregen.

lake hawea

lake hawea

dem lake hawea entlang

dem lake hawea entlang

beim übergang zurück zum lake wanaka gibt es einen 405m hohen pass, the neck. angenehme steigung, aber der wind holt mich ab und zu vom rad.

the neck, zwischen den lakes hawea und wanaka

the neck, zwischen den lakes hawea und wanaka

lake wanaka

lake wanaka

1080 ist ein gift gegen possums, das ab und zu auch rotwild toetet, darum sind einige leute dagegen (rotwild ist aber auch eine pest)

1080 ist ein gift gegen possums, das ab und zu auch rotwild toetet, darum sind einige leute dagegen (rotwild ist aber auch eine pest)

an einem baum haengt ein schild, „ban 1080“. beatrice und laura haben mir das auf der wanderung erklaert, weil in die bruestung der aussichtsplattform auf das feuchtgebiet das gleiche stand. jemand hatte dann „don’t“ davor gekritzelt. 1080 ist ein gift, das gegen die possums ausgestreut wird. leider toetet es ab und zu auch rotwild, daher sind einige leute dagegen. da aber das rotwild auch eine plage ist, ist es eigentlich gar nicht so schlimm…

die strasse entlang dem lake wanaka ist ähnlich. angenehm, wenn nur der wind nicht wäre. mir fällt es zunehmend schwer, den gegenwind nicht persönlich zu nehmen und mich nicht aufzuregen. der ständige lärm um die ohren, die instabilität des velos nerven mich. beim neck stand, 17 km nach makarora. ich misstraute dem, weil es auf der karte eher nach 27 km aussah. aber hoffte natürlich trotzdem. und natürlich war es nicht so. nach 17 km kam ein schild mit der aufschrift „makarora (west)“ und 10 km zu cafe und zeltplatz. ich war wütend. liess die wut am wind aus, der unbeeindruckt weiterwehte. die landschaft ist schön. der see ist zu ende und das tal wird ausgefüllt von einem breiten flussbett. der fluss ist zur zeit recht schmal. schotter und gras sind vorwiegend zu sehen. siloballen, grasende rinder und schafe. die bergflanken sind bewaldet und steil. hoch oben thront ein weisser gipfel.
ich wusste, dass 4 km vor makarora eine raststätte kam. schleppte mich rein, bestellte sandwich und cola. soll auch elektrolytisch wirken. plötzlich liess sich ein asiate um die fünfzig in velokleidung auf die bank gegenüber plumpsen und sagte, ah the lady with the bike. wir lachen über den doofen wind. ich verstehe nicht immer alles, was er sagt. heavy accent. er kommt aus malaysia. jedenfalls hat er ziemlich viel ähnliches gefahren wie ich und wir tauschen uns aus. für ihn ist die crown range das schlimmst vorstellbare. das kann ich nicht ganz nachvollziehen, aber er kommt immer wieder damit. später erfahre ich, dass er sie nicht gefahren ist, weil er dachte, sie sei so schlimm. aussenrum ist aber schlimmer, wie ich gehört habe. hügelig, viel verkehr und deutlich länger.
nach makarora fahren wir getrennt, jedes in seinem tempo. der zeltplatz ist gemütlich. stelle neben grossen thujabäumen auf, auf denen die zikaden zirpen. hier hats viele leute, die klettern oder wandern. noch eine ältere velofahrerin, mit transasack. sie hat den haast pass hinter sich und muss pausieren, weil sie sich bei einer gletscherwanderung das bein leicht verletzt hat.
als ich zum duschen gehe, flickt kasie der malaje gerade seine turnschuhe mit kabelbindern. die nächste gelegenheit für neue schuhe gibts wohl erst in 300 km. beim abendessen schwärmt er vom radfahren in thailand. es klingt echt gut. ausserdem hat er zwei gute tipps. mitglieder der jugendherbergen zahlen in den jugis als velofahrende 30% weniger. und man kann kisten mit fixem preis ins ausland schicken, gewicht egal. es muss einfach in die box passen.
die sonne geht hinter den bergen unter und es ist zeit fürs bett. morgens soll der wind nicht so stark sein, daher gilt früh auf.

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