craigieburn forest park – sheffield – coalgate

das war wohl die kälteste nacht, die ich in neuseeland je hatte. am morgen graust mir vor dem anziehen, aber weil ich gerade in packtätigkeit verfalle, wird mir schnell warm. ausserdem wirkt die primaloft wunder. meine ist kein teures exemplar und sie gibt richtig warm. und das bei einem packmass von einem halbpfünderli.
zum frühstücken geh ich zum unterstand beim parkplatz. in den autos ist noch niemand wach.

die strasse geht weiter durch diese wunderschönen hügel. ich kann mich kaum sattsehen. allerdings ist der wind recht stark. mehr als 25 km kämpfe ich mich aufwärts oder gegen den wind vorwärts. ich gewinne tendenziell an höhe. beim cave stream halte ich kurz an, aline hat mir davon erzählt. da fliesst ein bach durch einen tunnel und man kann ihm entgegen wandern. klingt spannend, ist aber alleine keine gute idee. die temperatur bewegt sich um die 16 grad. die castle hill rocks stechen aus der landschaft.

torlesse berge

torlesse berge

torlesse berge, weiter in richtung ostkueste

torlesse berge, weiter in richtung ostkueste

torlesse berge, hammer!

torlesse berge, hammer!

cave stream info

cave stream info

torlesse berge, passabfahrt

torlesse berge, passabfahrt

torlesse berge

torlesse berge

castle hill rocks

castle hill rocks

ich mag nicht. meine beine sind schwer und ich bilde mir ein, etwas bremse das surly ständig. das ist mir schon einmal aufgefallen. wenn ich abends noch fahre, mag ich morgens schlecht. ich brauche offenbar mehr als 12 stunden zur erholung. der gipfel ist eine art pass auf 1000 m. danach gehts runter. zuerst in bester passmanier auf gut 700m und danach latent, was aber eh angenehmer zum fahren ist. und der wind bläst! teilweise holt er mich vom rad. lastwagen mit anhängern kämpfen an den steilen stellen, immer wieder hört man schalten und oben angekommen machen sie den nachfolgenden fahrzeugen platz und aus dem auspuff kommen ungesunde dunkle schwaden. auf 500m angekommen, ist es deutlich wärmer, wenn auch immer noch zugig.

bald bin ich in springfield. endlich gibts einen kaffee und einen pie. die hügel lasse ich hinter mir. die weiden sind gelb und trocken und ich sehe die erste monströse bewässerungsanlage. ich bin wieder in den canterbury plains, hier habe ich im dezember angefangen! neun kilometer sind es noch bis sheffield. immer wieder halte ich an und schaue zurück zu den hügeln, die scheinbar nicht kleiner werden. die glatten flächen, die falten, die erdfarben. was für eine herrliche landschaft!

springfield, die torlesse berge im ruecken

springfield, die torlesse berge im ruecken

im famous sheffield pie shop kehre ich ein und warte auf judith. sie besteht darauf, mich abzuholen und ich überlasse mich der überzeugenden kiwi-fürsorge!

ende der suedinsel-rundfahrt

ende der suedinsel-rundfahrt

sie kommt, mit veloträger am auto, strahlend und freudig, frisch vom friseur. wir fahren zu ihnen nach hause und plötzlich sage ich, hier bin ich durchgefahren, dort abgebogen, hier habe ich mir was zu trinken gekauft. es ist so lange her. das war der zweite tag, abends in glentunnel gecampt. ich bin an ihrem haus vorbeigefahren. soviel ist inzwischen geschehen. so viel gesehen, geschwitzt, gestrampelt, gekocht, geschlafen. eat sleep bike repeat. soviel erwartet, befürchtet, gehofft. und so viel ist eingetroffen. plötzlich sehe ich das ganze projekt. und ich habe freude daran.

grillgemüse und lammbraten zum abendessen. wäsche waschen. warme dusche. gemütlicher abend. neil erklärt mir, wie das mit seinen charolais-rindern funktioniert. sie haben elektronische ohrmarken, die erkennung funktioniere gut. in der regel schlachtet er sie mit 18 monaten, das wäre im april. aber weil es so trocken ist im moment, hat er schon einige geschlachtet. das fleisch geht in den lokalen vertrieb zu metzgern und supermärkten. die rinder sollten dafür nicht mehr als 300 kg schlachtgewicht aufweisen. sonst werden die steaks zu gross, sagt neil.
für einige regionen ist es ja hier der trockenste januar aller zeiten. 1 mm niederschlag in einem monat. in blenheim und in der nähe von christchurch gab es grosse buschbrände.

morgen gehe ich mit neil auf eine milchviehfarm hier in der nähe. er hat das vorhin mal schnell für mich organisiert.

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