matata – mount maunganui

der wecker klingelt um sechs, weil ich für mindestens 35 km auf den hw5 muss. aber ich schlafe wieder ein, nachdem ich ihn ausgeschaltet habe. es war auch eine anstrengende nacht, es hat quasi durchgeregnet und mir war so heiss. ständig bin ich erwacht und hab mich herumgewälzt.

für das abbauen des zeltes gibts netterweise eine trockene phase und ich kann einen grossteil des wassers abwischen.
im nieselregen fahre ich kurz vor halb neun auf den highway. es riecht nach dem wilden fenchel, der den bahndamm säumt. dahinter ist das meer. wenn ich an einem erst kürzlich überfahrenen hasen oder possum vorüberkomme, riechts ausserdem nach rohem fleisch.

es ist anstrengend. ich habe etwas angst vor einem unfall. wenn die grossen laster an mir vorüberdonnern, muss ich den lenker gut festhalten. vor allem bei den beladenen log trucks ist ein grosser zwischenraum zwischen lastwagen und anhänger. dort saugt es einen gerne an. der strassenrand ist zwar oft an einen meter breit, aber schlechter untergrund. das geholper ist ermüdend und verschiebt mir ständig den rückspiegel. in te puke gibts kaffee, habe ich ein ziel vor augen.
nach über 40km bin ich endlich dort, suche mir ein cafe, von dem aus ich das velo im auge behalten kann. der regen hat aufgehört und es wird ziemlich warm.

allerdings kann ich noch nicht hier ab dem highway, sondern erst 7km später, in papamoa. schlagartig gehts mir besser, die anspannung fällt weg, die freude kommt zurück.

mount maunganui ist ein gupf zuvorderst auf einer halbinsel. ich fahre der beach road entlang, guter belag, wenig verkehr und schaue mir die häuser an. für das aggloschimpfen gibt es hier viel potenzial. hier darf viel freier gebaut werden als bei uns. leider haben nicht alle, die bauen, einen guten geschmack.

als erstes suche ich die bäckerei sugartown auf, von der mir charlie erzählt hat. es gibt einen latte und ein espresso-schoko-cupcake. lecker! vor dem laden bestaunen zwei rosagekleidete mädchen auf rosa velos das surly. du hast mega viel zeug dabei, sagt das grössere. ich zeige auf die taschen und sage, meine küche, meine rumpelkammer, mein haus, mein bett.

am fuss des bergs liegt der holiday park. da ich noch wandern gehen will, checke ich dort ein. viele leute sind am berg unterwegs. mir fällt wieder einmal auf, dass viele leute den aufstieg für ihr fitness nutzen. in neonfarbenen trikots und mit trinkflaschen sind sie unterwegs. auch einige sehr schwere leute.

ich gehe zuerst auf den gipfel. zwischen den bäumen sieht man auf das städtli hinunter, das den gesamten platz der schmalen halbinsel einnimmt. auf der anderen seite geht es wieder hinunter. das meer ist hell und blau, die sonne scheint und ich umrunde den gupf noch auf dem spazierweg, der dem wasser entlang führt. wo der boden abgerutscht ist, sehe ich, dass grosse muschelablagerungen im boden vorhanden sind.

das dorf mount maunganui vom gipfel aus

das dorf mount maunganui vom gipfel aus

muschelablagerungen

muschelablagerungen

spazierweg rund um den mount maunganui

spazierweg rund um den mount maunganui

muschelablagerungen

muschelablagerungen

zum abendessen gibt es ja die zweite hälfte vom hirsch. auf der suche nach frischem gemüse geh ich ins dorf. aber es ist auf tourismus ausgelegt und hat nur kleine läden ohne frisches gemüse, jedenfalls nicht nach 17 uhr. also doch wieder alugemüse. immerhin rühmen sie sich mit bohnen aus dem hawke’s bay. in der küche plaudere ich mit einer älteren frau. auf der meteokarte in der zeitung zeige ich ihr, wo ich noch durchzufahren gedenke. hm, sagt sie, in der umgebung von paihia müsse ich vorsichtig sein, dort seien schon leute ausgeraubt worden. als ich nachfrage, sagt sie, von den maori. ich bin nicht so sicher, was ich davon halten soll.

auf dem camping gibts kaninchen. sie grasen zwischen den zelten und campingvans und hoppeln weg, wenn ich vorübergehe.

kaninchen auf dem camping in mount maunganui

kaninchen auf dem camping in mount maunganui

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