mount maunganui – te aroha

aus mount maunganui raus komme ich über grosse strassen und eine lange brücke, alles mit veloweg und daher nicht gefährlich. und dann bin ich in tauranga. quer durch diese stadt mit ihren läden, cafes und kindern, die auf den schulbus warten. ich will den hw2 vermeiden und hab mich für die nummer 29 entschieden. im ersten augenblick sieht es auch danach aus, dass auf dieser strasse weniger verkehr ist. allerdings immer noch genug.
ich habe die karte nicht so genau angeschaut, aber doch gewusst, dass ich die zweite tageshälfte der kaimai-range entlang fahren werde. als ein schild sagt, fahren sie sicher über die range, denke ich, hoffentlich sind es nur die ausläufer. trotzden gehts auf mehr als 500m hoch. und immer wieder leicht runter, nur um dann wieder anzusteigen. es ist heiss und staubig. oft ist der strassenrand einigermassen breit genug, hat aber immer mal wieder glasscherben. und das 35km. der verkehr ist mittel, aber es hat viele lastwagen. einige sind leer und haben den zweiachsigen anhänger aufgeladen. die fahren schnell. andere, mit holz oder anderen waren, sind so schwer, dass sie im schneckentempo an mir vorbeischnaufen. abwechslungsweise ist unsere und die entgegenkommende spur zweispurig. dann gibts entsprechend wenig strassenrand. teilweise muss ich das velo schieben, weil einfach zu wenig platz zum fahren ist, die räder auf dem weissen strich, ich gehe im graben oder an der einen wand des abwassergrabens.

auf dem hw 29 durch die kaimairange

auf dem hw 29 durch die kaimairange

mittendrin gibt es ein cafe, ich mache pause und esse etwas. der mann im cafe sagt, er wisse nicht, warum heute so viel los sei auf der strasse, normalerweise sei sie ruhiger.
endlich geht es runter und zwar richtig. das ist mit den lastwagen nicht viel angenehmer und ich bin froh, endlich unten zu sein.

auf anhieb finde ich die old te aroha road. zuerst ist sie ziemlich hügelig und ich denke, hoffentlich bleibt sie nicht so. ich habe genug höhenmeter in den beinen. sie ist aber dann pretty cruisy und ich gleite in der sonne dahin. milchviehweiden, häuser, melkställe. dazwischen maisfelder.

ich brauche wasser. da hier immer so auf privatbesitz gepocht wird und das betreten des solchen bestraft wird (steht jedenfalls auf den schildern), tue ich mich schwer damit, ein gartentor aufzumachen und zu einem haus hinzugehen. auch wenn meist mehrere autos oder flatternde wäsche zeigen, dass jemand zu hause ist. endlich sehe ich in einer garage einen mann. mit der flasche winkend, gehe ich auf ihn zu. kein problen, sie hätten quellwasser, sagt er. seine frau füllt meine flasche und bringt mir ein glas wasser mit. wir plaudern. zehn jahre wohnen sie schon da, sind fürs melken angestellt. daneben arbeitet sie im supermarkt in matamata.

entlang der kaimairange auf der old te aroha road

entlang der kaimairange auf der old te aroha road

schliesslich sind es noch gut 20km nach te aroha. nach der ländlichen gegend habe ich nicht mehr an eine grössere ortschaft geglaubt. allerdings ist alles schon zu, ausser den supermärkten. ich kaufe ein. der laden wird von einem indischen paar geführt, das mich gleich ausfragt und wegen des bankgeheimnisses rügt. dann erzählen sie, wegen der vielen bollywoodfilme, die in der schweiz gedreht würden, sei die schweiz die traumdestination für indische flitterwochen. ausserdem sagen sie mir noch, ich müsse vorsichtig sein und auf mich aufpassen.

dann, endlich, zum camping. der liegt drei kilometer ausserhalb. ich bin müde, die einkäufe habe ich an den lenker gehängt. es gab keine kleinen milchbeutel. deshalb gibts morgen frühstück im ort.

neben mir parkt ein campingvan. ein mann kommt heran und fragt mich allerlei zu meiner reise, zum beispiel, wie viele reifen ich schon gebraucht habe. bis jetzt sei noch das erste paar drauf, sage ich. als er gegangen ist, schaue ich mir die reifen an. der hintere sieht tatsächlich ziemlich mitgenommen aus. an mehreren stellen durchgescheuert. tja, der muss noch halten bis auckland, also zwei tage.

2500 km auf neuseelands strassen gehen dem reifen ans lebendige

2500 km auf neuseelands strassen gehen dem reifen ans lebendige

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