ahipara – rangiora – rawene (fähre)

ich schlafe zum ersten mal mit ohropax. obwohl die zikaden im dunkeln meist schweigen, scheint eine zu üben und zwar schätzungsweise 30 cm neben dem zelt. in unregelmässigen abständen lässt sie abgehaktes gesirre ertönen und reisst mich damit immer wieder aus dem einschlafen.

drei kilometer geht es in richtung kaitaia zurück, dann biegt rechts die strasse nach kohukohu ab. und wie ich hochfahren mag! der ruhetag hat gut getan und ich freue mich über die abwechslungsreiche landschaft. anfänglich viel wald, später weidelandschaft. es ist ein hügeliges gebiet und die strasse geht mal rauf, mal runter. das weideland ist von bächen durchzogen, bäume säumen die ufer. fleischrinder tauchen aus dem gebüsch auf. die steilen hänge sind von weidewegen strukturiert.
nach 25 km mache ich einen halt am strassenrand, weil es wieder mal kein schönes plätzchen zum halten gibt. ich esse früchtebrot. leider haben sie es beim brandy aroma ziemlich übertrieben und mir wird immer ein bisschen übel davon.
plötzlich sehe ich am strassenrand bei einer hauseinfahrt eine mikrowelle auf einem zaunpfosten. später noch mehrmals – das sind briefkästen.

briefkasten

briefkasten

zmittag gibts in broadwood, einem kleinen ort mit laden. und picknicktischen. ich esse die kugelrunde avocado, aber sie schmeckt nach nichts.

insgesamt viermal scheuche ich am strassenrand greifvögel auf. sie haben grosse mühe, höhe zu gewinnen. kein wunder, kommen sie ab und zu unter ein auto, wenn sie sich an einem überfahrenen tier auf der strasse gütlich tun.

die strasse hat nur noch wenige steigungen, das tal ist breiter geworden und ich kann fast eben fahren. extremely cruisy.

ein mann spritzt herbizid an der böschung eines kleinen bachs. vom spritztank am traktor geht ein schlauch ab. er spritzt nicht alles, aber grosszügig – bis ins wasser. aber immerhin korrekt mit handschuhen, brille und mundschutz…

zwischen ahipara und rawene

zwischen ahipara und rawene

farbenfrohe herde, zwischen ahipara und rawene

farbenfrohe herde, zwischen ahipara und rawene

dann kommt kohukohu, ein kleiner ort mit zwei cafes, einigen übernachtungsmöglichkeiten, einer post, einem secondhandladen, einem general store, einer öffentlichen toilette, einer feuerwehrstation und einigen wohnhäusern. und einer galerie, aus der opernmusik klingt, als ich im cafe daneben einen cappuchino trinke.

kohukohu

kohukohu

zur fähre über den hokianga harbour sind es noch sechs kilometer. der harbour ist ziemlich verästelt und zumindest auf dieser seite von mangroven gesäumt. bei der fähre wartet nur ein auto.
ich beobachte das wetter schon länger. nach gut 30 grad – wie fast immer hier – hat es sich jetzt stetig abgekühlt, graue wolken sind aufgezogen. wind geht.
plötzlich tauchen neben mir vier hühner und zwei hähne auf und mustern mich aus der nähe. hier ist aber nur der fährenanleger und ein unterstand, kein haus.

image

die fähre kommt früher als erwartet und legt gleich wieder ab, als wir wartenden an bord sind. ich habe den fahrplan anders verstanden. aber hier nimmt man es ja oft nicht so genau.

hokianga harbour bei kohukohu

hokianga harbour bei kohukohu

auf der faehre ueber den hokianga harbour

auf der faehre ueber den hokianga harbour

in rawene biege ich gerade ins tor zum camping ein, als der regen einsetzt, als wolle es nicht mehr aufhören. die frau am tresen überredet mich zu einer cabin. bis ich alle sachen reingeräumt habe, bin ich klatschnass. aber dafür gibts in dem land ja tumbler.

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