omapere – waipoua forest

frühstücken und zusammenpacken und bald schon steht das surly beladen auf der veranda. marara versucht, das volle velo herumzustossen. ich sage ihr, man gewöhne sich an das gewicht. ich mache ein foto von ihr und tuka und wir verabschieden uns. dann stehen wir etwas unschlüssig herum und schauen auf den harbour hinunter. bevor ich wirklich gehe, bittet marara um eine sichere reise für mich. ich stehe dort, lausche dem maori und verstehe nichts ausser meinem namen und „amene“ am schluss. dann rolle ich das surly übers gras auf die gravelstrasse, winke und bin wieder unterwegs.

marara mit tuka

marara mit tuka

hokianga harbour muendung bei omapere

hokianga harbour muendung bei omapere

kaffee gibts im morrell’s cafe in waimamaku, die morells haben eine wichtige rolle im aufbau des ortes gespielt, insgesamt über 60 jahre arbeiteten frauen der familie im post office. 1886 kamen erstmals vater und sohn morrell her und später die ganze familie.

die erste hälfte der heutigen, nur gut 30 km dauernden, strecke geht durch welliges farmland. kühe schauen mich an, kälber springen erschreckt auf. dann nehmen die bäume zu und schliesslich informiert ein schild, dass die strasse die nächsten 18 km durch den waipoua forest geht. hier war ich ja gestern abend schon mal.
bei tane mahuta esse ich zmittag. also natürlich nicht beim baum, das ist bestimmt tapu, sondern bei den picknicktischen. einige touristen, ihren campern entstiegen, können nicht umhin, mir von ihren zwei wochen radeln in holland mit gepäcktransport zu erzählen.
tane ist bei tag genauso eindrücklich. aber die atmosphäre ist weniger feierlich wegen der ganzen leute. eine amerikanerin sagt, pretty tree, und ich denke, was für eine beschämung für den 2000-jährigen koloss von beträchtlicher bedeutung in der maori-kultur.

dafuer sind possum verantwortlich

dafuer sind possum verantwortlich

possum-kletter-schutz

possum-kletter-schutz

in richtung waipoua forest unterwegs

in richtung waipoua forest unterwegs

surly and me

surly and me

im waipoua forest

im waipoua forest

tane mahuta

tane mahuta

ist die strasse bis zu tane vorwiegend angestiegen, so fällt sie jetzt bis zum besucherzentrum, wo auch der camping ist. es fägt, die gewundene strasse zu fahren, farmwedeln auszuweichen, die am boden liegen. es hat kaum verkehr. am strassenrand suche ich nach abgestossenen kauri-ästen. will ein beispiel heimnehmen.

kauri stossen die rinde ab, und damit oft schmarotzer und schaderreger

kauri stossen die rinde ab, und damit oft schmarotzer und schaderreger

waipoua forest

waipoua forest

kauri dieback disease - so siehts aus

kauri dieback disease – so siehts aus

das besucherzentrum liegt an einem bach auf einer lichtung, eine gräusliche gravelstrasse führt von der strasse runter. es ist nur ein haus, daneben einige wohnhäuser, ein gemüsegarten. auf dem camping ist niemand. ich fülle den zettel aus, werfe das geld ein und stelle mein zelt auf. dabei stelle ich fest, dass duct tape am zelt nicht klebt. nach einer dusche will ich auf einen kaffee ins besucherzentrum, aber es hat schon zu. irgendwie ist alles ein bisschen komisch. als dann eine französin mit dem auto auftaucht und ihr zelt aufbaut, bin ich etwas beruhigt. als ich mir znacht koche, plaudere ich mit ihr. sie ist gestern angekommen und zwei monate hier.

mit jedem lebensmittel, das zu ende geht, nehme ich ein bisschen abschied, da ich es nicht mehr ersetzen werde. heute ist mir die kondensmilch ausgegangen. teebeutel gibts nur noch zwei. und einmal kaffee. das öl reicht noch für ein paar mal zwiebeln anbraten. abschied.

nach dem znacht gehe ich in den busch und setze mich hin. nehme alle geräusche, farben und blätterformen auf. später sitze ich am bach und male mit einem stein ein koru auf einen anderen stein. koru ist die spirale, das leben. abschied.

später im zelt. die letzte nacht im busch. zikaden zirpen, weiter weg der bach. im hohen gras, von baumfarnen und palmen durchsetzt, schreit ab und zu ein vogel. aus dem wald ist ein käuzchen zu hören. abschied.

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