paparoa – wellsford

zum zmorge den rest vom speck und eier. meine pfanne und der becher, das insektenabwehrmittel, die salbe gegen juckende stiche und der brennsprit bleiben auf dem camping.
anschliessend erstmal kaffee im dorf. die gut 20km bis nach brynderwyn sind recht ruhig, auf und ab. es ist schon wieder sehr heiss. immer wieder sehe ich weit über das hügelige weideland, mit bäumen durchsetzt, darüber blauer himmel mit eindrucksvollen wolkenformationen.

in brynderwyn geht es für 28 km bis wellsford auf den sh 1. das habe ich gestern erst realisiert und darum die strecke auf dem sh 12 noch genossen.
als ich den rückspiegel wieder einmal besser befestige, da er aus meiner sicht auf dem sh 1 zentral ist, fällt mir ein, was der mann vom zeltplatz in dargaville erzählt hat. er fragte ein paar velofahrer, warum sie keinen rückspiegel hätten. die antwort war, es sei zu gefährlich, bei einem unfall könnte man sich den zwischen die rippen stossen. ich bin ja einverstanden, dass gebrochene rippen und ein pneu keinen spass machen, aber das ist ein hohles argument. so wie wenn man lieber ungesichert klettert, weil man sich beim fallen strangulieren könnte. ich bin jedenfalls sehr froh um den rückspiegel, habe aber hier fast niemanden getroffen, der mit fährt.

sh1 nach wellsford, mit ausreichendem strassenrand

sh1 nach wellsford, mit ausreichendem strassenrand

auf vielen strassen wird gebaut, und die schilder sind immer so freundlich

auf vielen strassen wird gebaut, und die schilder sind immer so freundlich

in ebendiesem rückspiegel sehe ich kurz nach te hana, wo ich einen kaffee getrunken und mit dem mann geplaudert habe, der die veranda strich, dass mir ein auto folgt. langsam fährt es hinter mir her. einen blick später ist klar: die kehrichtabfuhr. als sie mich schliesslich überholt, ist der geruch nicht angenehm und erinnert mich an die zweitakt-stinker – auch töffli genannt – die ein velo am stutz überholen, aber nicht wirklich schneller sind und dann in vier metern abstand vor einem herstinken.

hinter mir tauchen zwei velofahrer auf. zwei braungebrannte, hagere franzosen um die sechzig überholen mich. bonjour grüssen sie. grosse sacchochen am vorderrad, auf dem gepäckträger ein rucksäckli. in wellsford hole ich auf. rede franz mit ihnen, sie weiterhin englisch, das aber so gebrochen ist, dass man es nicht mehr flicken kann. henu.

ich finde ein motel, dusche schnell und suche mir einen coiffeur. kriege aber keinen termin. die innenstadt ist gute 100m lang, eine strasse, ich wandere hin und her, trinke kaffee.

motelzimmer in wellsford fuer mich und das surly, im hintergrund trocknen die haeringe

motelzimmer in wellsford fuer mich und das surly, im hintergrund trocknen die haeringe

der abend vergeht mit fernsehen und dazu aufräumen, häringe waschen, unnötiges entsorgen. im fernsehen kommt fast nur schrott. kurz schaue ich maori tv. eine jüngere frau redet mit einer älteren über deren leben. zum glück englisch untertitelt.

maori tv

maori tv

ein kleines souvenir

ein kleines souvenir

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